Staffel 4 – Kapitel 19: Norbert, die Nachtigall

Sind es nicht oft die Außenseiter, die Unverstandenen, die Ausgestoßenen, die wir – meist viel zu spät – als Künstler, Visionäre und Genies feiern? So auch bei Norbert, der Nachtigall, dessen Gesang lange keinen Anklang findet, bis er einen spektakulären Plan schmiedet…

Staffel 4 – Kapitel 19: Norbert, die Nachtigall – Liedtext

Strophen:
Norbert, die Nachtigall
Fliegt nachts von Baum zu Baum
Er sehnt sich nach einer Liebsten
´Ner Nachtigallen-Frau

Um ihn herum klingt wunderbar
Die harte Konkurrenz
Die ganze Nachtigallen-Schar
Singt nachts mit Vehemenz

Und nach und nach kriegt jeder Mann
Im Wald ein Weibchen ab
Nur Norbert singt und trällert, kann
Nicht überzeugen, ach!

Da sitzt er nun, es ist schon Mai,
Allein in seinem Baum
Und singt sein Trauerlied, allein,
Am trauten Waldessaum

Refrain:
Fuck, kack die Wand an!
Ich raff‘s einfach nicht!
Ich bin der geilste Sänger hier
Im holden Mondeslicht!
Wat is‘ bloß mit die Weiber los
Die sind so schlicht! (Ich sach‘s ja bloß)

Strophen:
Norbert, die Nachtigall
Bleibt auch im Mai allein
Die ander’n bau‘n schon überall
An ihrem trauten Heim

Der Juni kommt, es fiepsen schon
Die Kleinen Vögelein
In ihren Nestlein, allerliebst
Im hellsten Sonnenschein

So findet Norbert, der des nachts
Noch immer unverzagt
Sein Liedchen singt, am hellen Tag
Kaum mal ein Stündchen Schlaf

Und während nachts die Vogelschar
Auf ihren Bäumen träumt,
Ist’s Norbert, der, schon völlig gar,
Am Waldessaume schäumt:

Refrain:
Fuck, kack die Wand an!
Ich raff‘s einfach nicht!
Ich bin der geilste Sänger hier
Im holden Mondeslicht!
Wat is‘ bloß mit die Weiber los
Die sind so schlicht! (Ich sach‘s ja bloß)

Hab jetzt kein Bock mehr
Dat is nicht mein Ding
Ich flieg jetzt übers Mittelmeer
Bis nach Mallorca hin
Da sing ich nachts im Ballermann
Und fang was mit ´ner Ammer an!

Staffel 4 – Kapitel 18: Der Elefant im Raum – Liedtext

Mein Haus ist gar nicht so groß
Doch in der Schule hör ich oft “Das sieht aus, wie ein Schloss!”
Ich hab das oft schon zu erklären versucht
Doch schaun die ander’n dann nur doof in die Luft

Nur ganz ganz selten hat mich jemand besucht,
Doch meist nur kurz und dann ergreift er auch schon die Flucht
Und – ehrlich wahr – das liegt echt nicht am Geruch
Denn ich bin sauber, täglich spritzt man mich ab mit ‘nem Schlauch, verflucht!

Nur Jaqueline letztens blieb, doch sie redete kaum
Ich rief: Jetzt rück endlich mal mit der Sprache raus!
Und sie so: Da ist dieser Elefant im Raum
Und ich so: Klar, das ist ja auch das Elefantenhaus

Ich bin ein Freizeitelefant
Ich find das cool und auch charmant
Nur ist mein Essenbedarf eklatant
Das ist ein Fremdwort für hoch, interessant-

Erweise reimt sich’s auf Elefant
Viele finden das hochriskant
Und sind nicht unbedingt tolerant
Wenn ich mal groß muss, wird weggerannt

Ich trage Schuluniform
Doch dann zu Hause hab ich nur noch mein Stirnband an
Bin einfach tiefenentspannt
Ich lasse hängen, was so raushängen kann

Ich geh zur Schule ganz brav
Mach Tafeldienst und kauf auch Schreibbedarf
Doch wenn es klingelt werd ich
Ein Supermegariesenelefanterich

Ich fahr kein Fahrrad, fahr LKW,
Natürlich nur auf dem Fahrradweg
Doch ich zermatsche nur wenige
Nur Vollidioten und Könige

Ich bin ein Freizeitelefant
Ich find das cool und auch charmant
Nur ist mein Essenbedarf eklatant
Das ist ein Fremdwort für hoch, interessant-

Erweise reimt sich’s auf Elefant
Viele finden das hochriskant
Und sind nicht unbedingt tolerant
Wenn ich mal groß muss, wird weggerannt

Mir hat mal einer gesagt: Das geht nicht! Nein!
Das hält vor keinem Gericht, kannste sicher sein!
Dass man sich einfach entscheidet, Elefant zu sein
Da hab ich mich draufgesetzt auf das Männlich

Denn was ich bin, weiß nur ich, ich bin grau und dick!
Und wer mir dumm kommt, kriegt wumm(!) einen dicken Tritt!
Ich hab ‘nen Rüssel, ja und? Tja, ich steh drauf!
Meiner ist pink mit ‘nem BVB-Tattoo drauf

Ich bin ein Freizeitelefant
Ich find das cool und auch charmant
Nur ist mein Essenbedarf eklatant
Das ist ein Fremdwort für hoch, interessant-…

Staffel 4 – Kapitel 18: Der Elefant im Raum

Elefanten sind ja so die Sorte Tier, die allein von ihrer Größe her leicht monsterhafte Züge aufweisen. Wer aber entscheidet eigentlich, wer Elefant sein darf und wer nicht? Und obwohl die Antwort eigentlich sonnenklar ist, lohnt es sich natürlich trotzdem, diese Folge zu hören 😉

P.S.: Danke Jonathan für die Fills mit dem Euphonium 🙂

Staffel 4 – Kapitel 17: Fressmonster (Mami fängt das Fressen an) – Liedtext

Männerstimme:
Advent, Advent, Advent, Advent
(cresc.)

Kinderstimme:
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt
Erst eins, dann zwei, dann drei dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür
Und wenn Du dann noch essen kannst, dann hilft dir nur noch dieser Tanz:

Kinderstimme:
Lirum-Larum-Löffelstiel
Kleine Kinder essen viel

Im Dezember aber stimmt
Dieser Spruch nicht nur fürs Kind

Kaum rückt die Weihnachtszeit heran und
MAMI FÄNGT DAS FRESSEN AN!

Kinderstimme:
Lirum-Larum-Löffelstiel
Kleine Kinder essen viel

Im Dezember aber ist
Dieses Sprichwort großer Mist

Kaum rückt die Weihnachtszeit heran und
PAPI FÄNGT DAS FRESSEN AN!

Kinderstimme:
Lirum-Larum-Löffelstiel
Kleine Kinder essen viel

Aber in der Winterzeit
Macht sich eine Seuche breit

Kaum rückt die Weihnachtszeit heran und
ALLE FANG’ DAS FRESSEN AN!

(Ad libitum) Fressmonster !

Kinderstimme (über Telefonfilter):
Lieber guter Weihnachtsmann
Heute rufe ich Dich an
Weil ich nicht mehr weiter kann

Meine Mami ist sehr krank
Früher war sie gertenschlank
Jetzt gibt’s aber immer Zank

Meistens wenn sie Glühwein trank
Geht sie zum Süßigkeitenschrank und
MAMI FÄNGT DAS FRESSEN AN!

(Ad libitum) Fressmonster !

Staffel 4 – Kapitel 16: Schnuddel von der Spielkonsole – Liedtext

Kälte zieht durch alle Ritzen
Eisig tut’s aus allen Pfützen spritzen
Wenn die regenassen (Winter-) Stiefelspitzen
An der Pfützenkante ritzen

Regenwasser rinnt in Strudeln
Durch die Gassen und das Wasser sprudelt
Aus dem Gulli, wo die Wassermassen
Aus allen Ritzen brodeln

Das ist der Moment! Ich hole
Schnuddel auf die Spielkonsole
Sein Kartoffelnasenknubbel
Kräuselt sich, wenn er ihn rubbelt

Lass uns was verrücktes machen!
Ruft er und fängt an zu lachen
Regenmatschverklebte Schuhe
Aus! Ich singe, also Ruhe!

„Ich bin der Schmuddelwetterkuddelmuddel mit der vollen Fruchtpunschbuddel
Ich empfehle Gruppenknuddeln, dann im Schrank nach Strudel buddeln,
Oder or’ntlich Nudeln futtern und Kartoffelpuffer buttern
Dann mit Fruchtpunsch runterspülen
Und uns in die Kissen wühlen“

Schmutzig-graue Dämmergassen
Liegen dunkel und verlassen
An der kalten Asphaltstraße
Wo die grauen Autos rasen

Kreideblasse Menschenmassen
Eilen bleich durch alle Einkaufsstraßen
Niemand lacht und alle hassen
Es. Doch niemand kann es lassen

Das ist der Moment! Ich hole
Schnuddel auf die Spielkonsole
Sein Kartoffelnasenknubbel
Kräuselt sich, wenn er ihn rubbelt

Lass uns was verrücktes machen!
Ruft er und fängt an zu lachen
Regenmatschverklebte Schuhe
Aus! Ich singe, also Ruhe!

„Ich bin der Schmuddelwetterkuddelmuddel mit der vollen Fruchtpunschbuddel
Ich empfehle Gruppenknuddeln, dann im Schrank nach Strudel buddeln,
Oder or’ntlich Nudeln futtern und Kartoffelpuffer buttern
Dann mit Fruchtpunsch runterspülen
Und uns in die Kissen wühlen“

Staffel 4 – Kapitel 16: Schnuddel von der Spielkonsole

Eltern glauben, dass in Computerspielen viele kleine und große Monster wohnen, die ihre Kinder dick, dumm, traurig, krank und süchtig machen. Tatsächlich gibt es aber ganz viele unterschiedliche Arten von Videospielmonstern: Ziemlich fiese und auch ziemlich gute Monster nämlich. Und von einem solchen tollen Monster handelt dieser Song. Wenn draußen alles grau, naß, kalt und stressig ist, wartet drinnen schon Schnuddel auf der Spielkonsole auf uns.

Mit Audio-Material für den Regen-Sound von jmbphilmes
(https://freesound.org/people/jmbphilmes/sounds/200271/)

Staffel 4 – Kapitel 15: Der Ohrwurm – Liedtext

Strophen:
Ich saß in der Bahn, es war dunkel und kalt
Und niemand sagte ein Wort
Ich starrte auf‘s Handy, das in meiner Hand
Lag, wischte mich weit von hier fort

Direkt neben mir saß ein älterer Mann
Er pfiff nur ganz leis vor sich hin
Die Augen geschlossen, unnahbar, und dann
Hielt er inne, und starrte mich an

„Ein schrecklicher Fluch lastet auf mir, mein Sohn,
Seit Jahren, bei Tag und bei Nacht
Du musst mich befrei’n von der schrecklichen Frohn
Hör zu!“ sagte er aufgebracht.

„Es ist“, sagte er, „dieses Lied, das mir nicht
Aus dem Kopf geht, egal, was ich tu!
Doch wenn du mir zuhörst, erlöst du (auch) mich
Und die Last dieses Liedes trägst du!“

Refrain:
Denn es ist ein Ohrwurm, der sich ins Gehör bohrt und das Ohr betört
Der wie im Sturm das Oberstübchen wurmt, sobald man ihn gehört

Es ist ein Ohrwurm, der die Melodie sofort heraufbeschwört
Es ist ein Wurm der wie im Bohrturm sitzt und dein Gehirn zerstört

Strophen:
Ich saß wie gebannt in der Bahn, neben mir
Saß stumm mit geschlossenem Mund
Der Mann, (war) zufrieden, das grausame Tier
Das ihn quälte, es war nun verstummt

Er atmete friedlich und blickte mich an
„Mein Freund“, sagte er „vielen Dank!“
Ich wünsch Dir viel Kraft und denk immer daran
So ein Ohrwurm lebt nur vom Gesang.

Refrain:
Denn es ist ein Ohrwurm, der sich ins Gehör bohrt und das Ohr betört
Der wie im Sturm das Oberstübchen wurmt, sobald man ihn gehört
Es ist ein Ohrwurm, der die Melodie sofort heraufbeschwört
Es ist ein Wurm der wie im Bohrturm sitzt und dein Gehirn zerstört

Strophen:
Ich habe seit diesem unseligen Tag
mein Leben fast täglich verflucht
Die eintönige Melodie dieses Manns
Hab ich oft zu vergessen versucht

Doch kaum, dass ich einmal allein mit mir bin
Und sperre die Welt draußen aus
Dann kommt mir sofort dieses Lied in den Sinn
Und es strömt einfach nur aus mir raus:

Refrain:
Denn es ist ein Ohrwurm, der sich ins Gehör bohrt und das Ohr betört
Der wie im Sturm das Oberstübchen wurmt, sobald man ihn gehört
Es ist ein Ohrwurm, der die Melodie sofort heraufbeschwört
Es ist ein Wurm der wie im Bohrturm sitzt und dein Gehirn zerstört

Staffel 4 – Kapitel 15: Der Ohrwurm

Es sind häufig nicht die großen, lauten Monster, die den größten Schaden anrichten. Es ist nicht belegt, ob den Ohrwurm jemals jemand gesehen hat, so klein und unscheinbar ist er. Aber gehört haben ihn schon viele, allsamt inzwischen sehr unglückliche Menschen…

Mit Audio-Material für den U-Bahn-Sound von BockelSound (https://freesound.org/people/BockelSound/sounds/487711/)